{"id":113,"date":"2014-07-07T12:53:59","date_gmt":"2014-07-07T10:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/zabota.de\/?p=113"},"modified":"2014-07-28T11:49:21","modified_gmt":"2014-07-28T09:49:21","slug":"teile","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/zabota.de\/?p=113","title":{"rendered":"Teile"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-115\" src=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Fotolia_61873289_XS_underdogstudios-150x100.jpg\" alt=\"gemeinsam essen\" width=\"150\" height=\"100\" srcset=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Fotolia_61873289_XS_underdogstudios-150x100.jpg 150w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Fotolia_61873289_XS_underdogstudios-300x200.jpg 300w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Fotolia_61873289_XS_underdogstudios.jpg 424w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Teilen gilt als Wirtschaftsmodell der Zukunft. So ein Quatsch.<br \/>\nSie brauchen jedoch diese Meinung nicht mit mir zu teilen.<br \/>\nEs ist meine.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nNicht dass ich etwas Grunds\u00e4tzliches gegen das Teilen h\u00e4tte. Im Gegenteil. Der Heilige Martin von Tours teilte seinen Mantel und nur diese Haltung macht menschliches Zusammenleben ertr\u00e4glich. Auch Freude zu teilen, ist etwas Sch\u00f6nes.<br \/>\nAls Speerspitze des Teilens sieht sich in Teilen heute vor allem die Internetwirtschaft. Einen \u201eShare-Button\u201c (Teile!) sieht man hier oft. Teilen gilt auch als Grundlage eines k\u00fcnftigen Wirtschaftsmodells, Share Economy, wie Fachleute sagen.<br \/>\nAber das geht dann doch zu weit.<br \/>\nGewiss, manche Wirtschaftsg\u00fcter braucht man nicht alleine zu besitzen, das Auto, zum Beispiel (Carsharing), wobei es auch sch\u00f6n ist, ein solches Gut sein eigen zu nennen. Heilig\u2019s Blechle, vielleicht eine schw\u00e4bische Sondermentalit\u00e4t. B\u00fccher hingegen schreien geradezu danach, geteilt zu werden. In der \u00f6ffentlichen B\u00fccherei. Nur ist Amazon gerade dabei, diesen schon immer sinnvollsten aller Teil-Bereiche zu untergraben und keiner will was merken. Noch immer schreien alle beim Anblick eines E-Books \u201ehurra\u201c.<br \/>\nBei geistigen G\u00fctern liegt die Sache etwas anders.<br \/>\nNehmen wir als Beispiel die Onlinezeitung Huffington Post, die sich gerade in Deutschland breitmacht. Sie bezahlt ihren Schreibern praktisch nichts, was die Chefin, Arianna Huffington, so begr\u00fcndet: Jeder Journalist wolle doch, dass sein Artikel von m\u00f6glichst vielen Leuten gelesen wird. Das m\u00fcsse doch gen\u00fcgen, oder?<br \/>\nWollen Sie ein Geheimnis mit mir teilen? Es ist genau umgekehrt. Also mir jedenfalls ist es v\u00f6llig wurscht, ob meinen Artikel jemand liest. Hauptsache, ich bekomme Geld daf\u00fcr.<br \/>\nZu den geistigen G\u00fctern z\u00e4hlen wohl auch Patente, das Urheberrecht und andere Schutzrechte. Also entschuldigen Sie, aber ich m\u00f6chte eine Erfindung, an der ich (oder die Forschungsabteilung eines Unternehmens) jahrelang get\u00fcftelt und investiert habe, nicht unbedingt mit jedermann teilen. Die konfuzianische Sichtweise mag eine andere sein, die abendl\u00e4ndische Wirtschaft beruht allerdings auch auf dem Schutz geistiger G\u00fcter.<br \/>\nWollen Sie ein weiteres Geheimnis mit mir teilen? Patente und Ideen werden immer wichtigere G\u00fcter. Die Ausrufung der \u201eShare Economy\u201c ist der Versuch derjenigen, die zwar Geld haben, aber sonst nichts, gratis an Ideen zu kommen, die sich wieder zu Geld machen lassen.<br \/>\nSeien Sie also vorsichtig, wenn Sie zum Teilen aufgefordert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teilen gilt als Wirtschaftsmodell der Zukunft. 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