{"id":155,"date":"2014-09-17T11:34:53","date_gmt":"2014-09-17T09:34:53","guid":{"rendered":"http:\/\/zabota.de\/?p=155"},"modified":"2014-09-17T11:39:40","modified_gmt":"2014-09-17T09:39:40","slug":"t-bone-in-tupper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/zabota.de\/?p=155","title":{"rendered":"T-Bone in Tupper"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-156\" src=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/4053_232xf_01-150x97.jpg\" alt=\"4053_232xf_01\" width=\"150\" height=\"97\" srcset=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/4053_232xf_01-150x97.jpg 150w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/4053_232xf_01-300x195.jpg 300w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/4053_232xf_01-1024x667.jpg 1024w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/4053_232xf_01-624x406.jpg 624w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/4053_232xf_01.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Leben nach der Plastikpelle \u2013 warum Sie beim Metzger immer<br \/>\nein Plastiksch\u00fcsselchen (z. B. von Tupperware) dabei haben sollten.<br \/>\nGanz einfach \u2013 um dem Verpackungsirrsinn ein Ende zu setzen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nEigentlich sind wir \u00f6kologisch gesehen ein eher unterdurchschnittlicher Haushalt. Das hei\u00dft, unser Stromverbrauch liegt unter dem Durchschnitt, wir fahren weniger, fliegen gar nicht, kaufen beim Bauern usw. Daher bin ich einigerma\u00dfen \u00fcberrascht, dass sich bei uns die Gelben S\u00e4cke stapeln.<br \/>\nDie S\u00e4cke sind gut gef\u00fcllt mit Verpackungsm\u00fcll. Man kann heutzutage ja praktisch nichts kaufen, ohne die gleiche Menge Verpackung dazu zu bekommen. Wobei der Metzger ja noch der am wenigsten schlimmste ist, wenn er Wurst und Fleisch in ein (plastikbeschichtetes) Papier einwickelt und beides in eine Papiert\u00fcte packt. Die schlimmsten sind die Discounter. Wenig Menge, viel Plastik. Wenig fehlt noch, dann werden die feinen Scheiben des Serrano-Schinkens einzeln verpackt. Was immer in der K\u00fcche zubereitet wird (nat\u00fcrlich keine Fertiggerichte) \u2013 unter einem halben Sack geht gar nichts. Dabei versuchen wir schon, zum Beispiel Paprika offen zu kaufen und nicht im folierten Dreierpack, ebenso die Gurke.<br \/>\nBei Lebensmitteln k\u00f6nnten hin und wieder Hygieneregeln als Argument f\u00fcr das Plastikm\u00e4ntelchen gelten. Aber bei Non-Food? Warum ein Buch eingeschwei\u00dft sein muss, ist mir ein R\u00e4tsel und ein Graus. Neuerdings bringt der Brieftr\u00e4ger den Prospekt des Real-Supermarktes zusammen mit der Post-Einkaufs-Postille in Folie verpackt. Wenn alle Briefe, Zeitungen, Magazine und Prospekte eingeschwei\u00dft w\u00e4ren, w\u00fcrden sich unsere S\u00e4cke noch h\u00f6her stapeln. Und in anderen L\u00e4ndern, die Gelbe S\u00e4cke nicht einmal kennen, ist alles noch viel schlimmer. So sind M\u00fcllberge Plastikberge und M\u00fcllozeane Plastikozeane.<br \/>\nEigentlich m\u00fcsste eine ganz radikale L\u00f6sung her: die Null-Verpackung, Zero-Emballage, das totale Einweg-Verpackungsverbot f\u00fcr Plastik und f\u00fcr Metall und Glas gleich mit.<br \/>\nG\u00e4be es ein Leben nach der Plastikpelle?<br \/>\nKlar. Zum Metzger geht es dann nur noch mit zwei verschlie\u00dfbaren Plastik- oder Metallschalen, eine f\u00fcr Fleisch, eine f\u00fcr Wurst \u2013 das T-Bone-Steak in Tupper. F\u00fcr K\u00e4se reicht in der Regel Papier oder eine weitere Box, mindestens tausendmal verwendbar, wobei es au\u00dfer Tupperware auch andere gute Hersteller gibt.<br \/>\nGetr\u00e4nke gibt es nur noch in B\u00fcgelflaschen zum Auff\u00fcllen, ausgenommen Mehrwegglasgebinde (z. B. Mineralwasser, S\u00e4fte, Bier). Getr\u00e4nkedosen sollten schleunigst ganz verschwinden. Wer dann doch \u201eReiseproviant\u201c braucht, bekommt gegen ein hohes Pfand eine Glasflasche mit dem Getr\u00e4nk und das Vesper in der Papiert\u00fcte wie beim B\u00e4cker. A propos B\u00e4cker. Zum Baguette gab es zu meiner Zeit in Frankreich nur ein einziges d\u00fcnnes Bl\u00e4ttchen Papier zum Halten. Die Supermarkt-Wei\u00dfbrotstange kommt in der Vollplastikh\u00fclle daher.<br \/>\nBei 150 g Bio-Bergk\u00e4se in Scheiben vom Discounter kommen knapp 15 g Plastik dazu. Eine Mehrweg-Plastik-Box, die im Prinzip ewig h\u00e4lt, wiegt 150 g, das hei\u00dft, nach zehn Wochen hat sie sich materialm\u00e4\u00dfig amortisiert.<br \/>\nAuch bei Non-Food k\u00f6nnte das Motto lauten: Zur\u00fcck zur losen Ware. Nat\u00fcrlich verstehe ich, warum in einem Elektronikmarkt alles im Hartplastikpanzer eingeschwei\u00dft ist. Die Argumente lasse ich aber nicht gelten.<br \/>\nEs muss auch ohne Verpackung gehen. Dieser Tage hat in Berlin ein Supermarkt er\u00f6ffnet, der es ganz ohne Verpackung versuchen will (<a href=\"http:\/\/www.original-unverpackt.de\" target=\"_blank\">original-unverpackt.de<\/a>).<br \/>\nEs muss auch ohne Plastik gehen. Es geht auch (fast) ohne Plastik. Denn eigentlich ist Plastik ein wunderbarer, praktischer Stoff. Zu schade f\u00fcr die Ex-und-hopp-Wegwerf-Gesellschaft. Zu schade f\u00fcr den Gelben Sack.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leben nach der Plastikpelle \u2013 warum Sie beim Metzger immer ein Plastiksch\u00fcsselchen (z. B. von Tupperware) dabei haben sollten. 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