{"id":180,"date":"2014-10-09T08:20:07","date_gmt":"2014-10-09T06:20:07","guid":{"rendered":"http:\/\/zabota.de\/?p=180"},"modified":"2015-12-15T12:33:47","modified_gmt":"2015-12-15T10:33:47","slug":"wie-waere-es-mit-einer-fluechtlingsquote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/zabota.de\/?p=180","title":{"rendered":"Wie w\u00e4re es mit einer Fl\u00fcchtlingsquote?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-181\" src=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fotolia_70104597_M_leremy_ausschnitt-150x98.jpg\" alt=\"Refugees Evacuee War Cliparts\" width=\"150\" height=\"98\" srcset=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fotolia_70104597_M_leremy_ausschnitt-150x98.jpg 150w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fotolia_70104597_M_leremy_ausschnitt-300x196.jpg 300w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fotolia_70104597_M_leremy_ausschnitt-624x407.jpg 624w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Fotolia_70104597_M_leremy_ausschnitt.jpg 696w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Nur ein Vorschlag, zum Weiterdenken:<br \/>\nBetrieben wird k\u00fcnftig eine<br \/>\nFl\u00fcchtlingsquote auferlegt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eIntegration durch Arbeit\u201c, \u201eL\u00f6sung des Fachkr\u00e4ftemangels\u201c \u2013 das sind die zwei Ideen, die Ansto\u00df zu diesen \u00dcberlegungen gaben.<br \/>\nUnd die Not der Fl\u00fcchtlinge.<br \/>\nIn der Frankfurter Allgemeinen Zeitung l\u00e4uft gerade ein ergreifender Fortsetzungs-Comic: \u201eDer Traum von Olympia\u201c von Reinhard Kleist. In Folge 36 (FAZ vom 12.09.2014) sagt ein afrikanischer Fl\u00fcchtling: \u201eIch will auch arbeiten. Vielleicht ein Jahr oder zwei und dann komme ich nach Hause und habe genug Geld, um f\u00fcr meine Familie ein sch\u00f6nes Haus zu bauen. Ein Freund von Freunden ist auch nach Europa gegangen und als er zur\u00fcckkam war er reich, habe ich geh\u00f6rt. Europa ist das Paradies. Dort gibt es Arbeit.\u201c<br \/>\nEgal, was sich hier einer zusammentr\u00e4umt \u2013 entscheidend ist sein Wunsch: \u201eIch will arbeiten.\u201c<br \/>\nDie Gesellschaften in Europa, vor allem in Deutschland, sollten sich langsam mit der Tatsache vertraut machen, dass wahrscheinlich die Mehrzahl dieser Bootsfl\u00fcchtlinge Arbeit sucht. Stattdessen wird hierzulande in alten Kategorien gedacht: Fl\u00fcchtling? Verfolgt? Kennen wir. Hatten wir fr\u00fcher auch. Daf\u00fcr gibt\u2019s Asyl.<br \/>\nDas Dumme ist: In Staaten wie Mali, Niger oder Somalia wird man selten verfolgt. Man verhungert \u00f6fters.<br \/>\nDas ist aber leider kein Grund f\u00fcr die Gew\u00e4hrung von politischem Asyl.<br \/>\nWir haben es also mit Menschen zu tun, die Arbeit suchen und wo sonst sollte man die hintun, als in die Betriebe. Das f\u00fchrt zur Fl\u00fcchtlingsquote f\u00fcr Unternehmen, eine Quote, wie es sie \u00e4hnlich f\u00fcr Behinderte gibt.<br \/>\nSie k\u00f6nnte so aussehen: Unternehmen, eventuell von einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe an, m\u00fcssen pro 100 Besch\u00e4ftigen (vielleicht auch pro 1000) eine bestimmte Anzahl von Fl\u00fcchtlingen einstellen.<br \/>\nAls der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der der Freitag Mediengesellschaft (und Chefredakteur und Spiegel-Kolumnist) Jakob Augstein k\u00fcrzlich schrieb, Europa solle mehr Fl\u00fcchtlinge aufnehmen (<a title=\"SPON, 14.04.2014\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/augstein-kolumne-fluechtlinge-als-wahlkampf-thema-der-rechtspopulisten-a-964226.html\" target=\"_blank\">SPON, 14.04.2014<\/a>), fragte ihn ein Leser im Debattenbeitrag: Wievielen geben Sie denn einen Arbeitsplatz beim Spiegel?<br \/>\nDas ist der springende Punkt: Wer sonst kann Arbeitssuchenden Arbeit geben als die Arbeitgeber\/Unternehmer\/Vorst\u00e4nde\/Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer?<br \/>\nNat\u00fcrlich wird ein Aufschrei durch deren Reihen gehen.<br \/>\nSie werden fragen wollen: Warum wir? Aber das ist ja gekl\u00e4rt.<br \/>\nEine weitere Frage der Arbeitgeber\/Unternehmer\/Vorst\u00e4nde\/Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wird sein: Wie?<br \/>\nKeine Ahnung. Wie hoch die Quote ist und ob man sich freikaufen kann (Fl\u00fcchtlingsausgleichs-Abgabe)? Keine Ahnung. Das m\u00fcsste die Bundesregierung alles noch festlegen, wobei, zugegeben, die Gefahr gro\u00df ist, dass ein b\u00fcrokratisches Monster entsteht.<br \/>\nDie Frage, was die Fl\u00fcchtlinge als frisch gebackene Arbeitnehmer tun sollen, d\u00fcrfte nicht aufpoppen. Arbeiten, wie Arbeiter. Oder lernen, wie Lehrlinge. Nach Feststellung der Ausgangsqualifikation wird sich schon etwas finden. Es gab Zeiten, da wurden Dienstboten, Hofkehrer und Vesperholer gebraucht. Es gab \u00fcbrigens auch Zeiten, in denen die Arbeitgeber ihren Arbeitern nicht nur Arbeit gaben, sondern auch noch eine Wohnung. Arbeiterwohnheime, Arbeitersiedlungen, schon geh\u00f6rt?<br \/>\nNun sind die Zeiten ziemlich neoliberalistisch geworden, da gilt F\u00fcrsorge schnell als Ballast. Wer sich dieses Ballastes so radikal befreit, sollte aber auch nicht allzu laut \u00fcber Arbeitskr\u00e4ftemangel klagen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird es nicht zu vermeiden sein, dass auch einmal Arbeitgeber\/Unternehmer\/Vorst\u00e4nde\/Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Frage stellen: Ist das gerecht?<br \/>\nKeine Ahnung. Jedenfalls nicht ungerechter wie wenn B\u00fcrgermeister einen Anruf bekommen, tags darauf w\u00fcrden zwei Busse mit hundert Fl\u00fcchtlingen eintreffen, die sie zu versorgen h\u00e4tten. Wobei die jetzt zust\u00e4ndigen Kommunen wirklich nur versorgen k\u00f6nnen (was schon viel ist) \u2013 Arbeit k\u00f6nnen Sie diesen Menschen kaum besorgen.<br \/>\nWer will, kann an diesem Vorschlag weiterarbeiten.<\/p>\n<p>Nachtrag1: Das meinen die <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/arbeitgeberverbaende-deutsche-firmen-wollen-fluechtlinge-endlich-einstellen\/12277092.html\">Arbeitgeber<\/a> dazu.<br \/>\nNachtrag2: Die Esta Apparatebau GmbH &amp; Co. KG, Senden, hat eine Zwei-Prozent-Quote<br \/>\neingef\u00fchrt. Von den 175 Arbeitspl\u00e4tzen sollen vier mit Fl\u00fcchtlingen besetzt sein.<br \/>\nZwei Syrer hat der Unternehmer Peter Kulitz bereits eingestellt (ST, 15.12.15).<\/p>\n<p>[email_link]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur ein Vorschlag, zum Weiterdenken: Betrieben wird k\u00fcnftig eine Fl\u00fcchtlingsquote auferlegt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[36,38,39,37],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180"}],"collection":[{"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=180"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":405,"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180\/revisions\/405"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/zabota.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}