{"id":276,"date":"2015-06-26T18:10:26","date_gmt":"2015-06-26T16:10:26","guid":{"rendered":"http:\/\/zabota.de\/?p=276"},"modified":"2015-06-26T18:12:58","modified_gmt":"2015-06-26T16:12:58","slug":"schneller-als-bei-galilei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/zabota.de\/?p=276","title":{"rendered":"Schneller als bei Galilei"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-277\" src=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/franziskus-erzdioezese-wien-150x109.jpg\" alt=\"franziskus-erzdioezese-wien\" width=\"150\" height=\"109\" srcset=\"http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/franziskus-erzdioezese-wien-150x109.jpg 150w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/franziskus-erzdioezese-wien-300x219.jpg 300w, http:\/\/zabota.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/franziskus-erzdioezese-wien.jpg 347w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Der Papst reagiert auf neue wissenschaftliche<br \/>\nErkenntnisse. Damals, bei Galilei ging das noch<br \/>\nnicht so schnell. Heute geht es um den<br \/>\nKlimawandel \u2013 wo Eile geboten ist.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nPapst Franziskus hat in einer Enzyklika (ein mahnendes Rundschreiben) die Weltgemeinschaft zu einem fundamentalen Umdenken und jeden Einzelnen zu einem umweltbewussten und nachhaltigen Lebensstil aufgefordert. Es ist das erste Mal, dass der Heilige Vater \u00f6kologische Fragen in den Mittelpunkt eines so verbindlichen Dokuments stellt. Das Dokument mit dem Titel \u201eLaudato si\u201c (Gelobt seist Du) gilt deswegen schon als Umweltenzyklika (Quelle: kath.de).<br \/>\n359 Jahre dauerte es, bis die Katholische Kirche Galileo Galilei rehabilitierte, der behauptete, nicht die Erde, sondern die Sonne sei der Mittelpunkt der Welt (was damals allerdings auch schon nichts Neues und l\u00e4ngst von der Kirche akzeptiert war).<br \/>\n359 Jahre \u2013 so viel Zeit haben wir nicht, um zu warten, bis der Letzte die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel beherzigt. Schon in 35 Jahren, bis 2050, m\u00fcssten die globalen Emissionen von Kohlendioxid um 48 bis 72 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 sinken. Nur dann erreicht die Menschheit das Ziel, den Anstieg der Erderw\u00e4rmung auf weniger als zwei Grad gegen\u00fcber dem Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Schon in diesem Jahr m\u00fcssten die globalen Emissionen sinken.<br \/>\nDoch davon keine Spur. Ein Beispiel, das dieser Tage Thema in den Medien gewesen ist: der M\u00fcll. 617 Kilogramm M\u00fcll verursacht jeder Deutsche im Jahr.<br \/>\nBei einem Besuch eines Freilichtmuseums, in dem alte Bauernh\u00e4user und die damalige b\u00e4uerliche \u00d6konomie von vor etwa 150 Jahren dargestellt wurden, ist mir folgender Satz auf der Schautafel in Erinnerung geblieben: \u201eEs gab keinen M\u00fcll\u201c.<br \/>\nDas werden wir vermutlich nie mehr schaffen, auch wenn heute viel von Kreislaufwirtschaft und Schlagworten wie \u201eCradle-to-Cradle\u201c die Rede ist. Aber: Es darf auf gar keinen Fall mehr M\u00fcll geben, sondern weniger. Und zum M\u00fcll z\u00e4hlt auch das CO<sub>2<\/sub>, das wir in der Atmosph\u00e4re deponieren.<br \/>\nEs sieht so aus, als ob sich der Lebensstil derjenigen, die 600 Kilo M\u00fcll und mehr im Jahr produzieren, deutlich \u00e4ndern m\u00fcsse. Ob das weltliche Dogma vom Wirtschaftswachstum hierzu passt, ist fraglich, auch wenn es schon gelungen ist, Wachstum von Ressourcenverbrauch zu entkoppeln.<br \/>\nAuf jeden Fall dr\u00e4ngt die Zeit. Und wenn die Kirche, eine Jahrtausende alte Institution beginnt zu dr\u00e4ngen, dr\u00e4ngt es wirklich. Das ist auch der Grund f\u00fcr die mahnenden Worte des Papstes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Papst reagiert auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Damals, bei Galilei ging das noch nicht so schnell. 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